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DER ERSTE SPAN
Schon als kleiner Junge entdeckte er seine Faszination für Holz: Immer wieder durfte er einem alten Stellmacher-Meister bei der Arbeit zusehen – und bald auch selbst mithelfen.
Ob beim Bau von Leitern oder beim Schleifen alter Holzteile – jede Bewegung, jedes Werkzeug hatte für ihn etwas Magisches. Besonders die alten Maschinen wie die Bandsäge oder die Drechselbank hinterließen Eindruck.
Damals wuchs in ihm der Wunsch, selbst Stellmacher zu werden. Doch dieser traditionsreiche Beruf verschwand
zunehmend – und so begann eine handwerkliche Reise, die in eine andere Richtung führte, das Holz aber nie losließ.


VERWURZELT IM HANDWERK
Sein handwerkliches Talent kommt nicht von ungefähr: Schon sein Großvater war selbstständiger Schuhmacher – das Arbeiten mit den Händen, das Gespür für Material und Form lagen ihm im Blut. Früh reifte in ihm der Wunsch, eines Tages eine eigene Tischlerei zu führen. Die Vorstellung, selbstständig zu arbeiten und eigene Projekte zu verwirklichen, wurde schnell zu einem festen Ziel.
MIT HERZ, HAND UND HOBEL
Noch während der Schulzeit absolvierte er regelmäßig Praktika und Ferienjobs in der PGH – der Produktionsgenossenschaft des Handwerks in Luckenwalde, dem heutigen Bautischlerbetrieb. Dort erkannte man schnell sein Talent, sein Feingefühl und seine Leidenschaft für das Tischlerhandwerk. 1984 begann er seine zweijährige Ausbildung zum Bautischler. Schon während der Lehrzeit nutzte er jede freie Minute, um sich weiterzuentwickeln: In seiner Freizeit
reparierte er Möbel, stabilisierte wackelige Stühle und arbeitete mit Massivholz – nicht aus Pflicht, sondern aus echter Freude am Handwerk.
1986 schloss er seine Ausbildung erfolgreich ab – mit dem Gesellenbrief in der Hand durfte er sich nun offiziell Tischlergeselle nennen.


LEIDENSCHAFT FÜR DAS TISCHLERHANDWERK
1984 begann er seine zweijährige Ausbildung zum Bautischler. Schon während der Lehrzeit nutzte er jede freie Minute, um sich weiterzuentwickeln: In seiner Freizeit reparierte er Möbel, stabilisierte wackelige Stühle und arbeitete mit Massivholz – nicht aus Pflicht, sondern aus echter Freude am Handwerk.
1986 schloss er seine Ausbildung erfolgreich ab – mit dem Gesellenbrief in der Hand durfte er sich nun offiziell Tischlergeselle nennen.
AUF DEM WEG ZUM MEISTERWERK
In der DDR war der Weg zur Meisterausbildung alles andere als leicht: Parteizugehörigkeit, Wehrdienst oder eine Delegierung durch den Betrieb galten oft als Voraussetzung. Doch er wollte seinen eigenen Weg gehen – unabhängig und selbstbestimmt.
Die politische Wende im Jahr 1989 öffnete neue Türen. 1990 nutzte er die Gelegenheit und bewarb sich aus eigener Initiative für die Meisterausbildung – ohne Umwege, ohne Delegierung. Für diese Zeit wechselte er in den Betrieb von Johannes Bossdorf in Kähnsdorf, wo er nicht nur weiter dazulernte, sondern auch sein Meisterstück anfertigte.
Die Inspiration dazu holte er sich während einer Urlaubsreise auf Teneriffa – entstanden ist eine Hauseingangstür für seinen Meister, zu dem ihn ein besonders vertrauensvolles, fast väterliches Verhältnis verband. Bis heute ist diese Tür im Einsatz – ein Zeichen für echte Qualität und Beständigkeit.
Im März 1993 schloss er die Meisterausbildung erfolgreich ab und erhielt am 27. März voller Stolz seinen Meisterbrief.


DAS WERK STEHT - DIE GESCHICHTE LEBT
Nach dem Meisterbrief ging es mit Entschlossenheit weiter: In den darauffolgenden drei Monaten legte er den Grundstein für seine Selbstständigkeit – plante, organisierte und bereitete alles vor, was es für einen eigenen Betrieb brauchte.
Am 1. Juni 1993 war es dann so weit: Die Tischlerei wurde gegründet – ein Lebenstraum wurde Wirklichkeit.
WURZELN SCHLAGEN, ZWEIGE BILDEN
Bereits 1994 – kaum ein Jahr nach der Gründung – öffnete die Werkstatt ihre Türen für den ersten festen Mitarbeiter. Kurz darauf fanden handwerksbegeisterte junge Menschen ihren Weg in die Tischlerei, sammelten erste Erfahrungen und entdeckten: “Genau hier gehör’ ich hin.”
Im Laufe der Jahre wuchs die Tischlerei weiter: Heute gehören nicht nur Privatkunden, sondern auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime, Wohnungsgenossenschaften und Architekturbüros zu den Auftraggebern.
Die Projekte führten uns weit über die Region hinaus – von Wiek auf Rügen bis nach Kaufbeuren imAllgäu. Und doch blieb die Heimat immer das Herzstück: Der Landkreis Teltow-Fläming, Potsdam und Berlin bilden bis heute das Kerngebiet der Arbeit.


STARK AUF NEUEN EBENEN
2010 begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Tischlerei:
In einer Zeit, in der viele Fußbodenbetriebe in der Region schließen mussten erkannte er mit seinem Weitblick und Marktgespür die Chance, das Leistungsspektrum seines Betriebs gezielt zu erweitern. Dank übernommener Maschinen integrierte er den Bereich Fußbodenarbeiten wirtschaftlich sinnvoll in den Betrieb.
Dabei ging es nicht darum das Angebot zu erweitern – es war auch ein neues Feld, auf dem echte Qualität gefragt war. Gleichzeitig fanden erfahrene Fachkräfte in der Tischlerei eine neue berufliche Heimat.
Eine Entscheidung, die Mut bewies – und die das Unternehmen bis heute stärkt.
LEHREN UND LERNEN
2021 wurde ein weiterer wichtiger Grundstein gelegt: Der erste eigene Lehrling begann seine Ausbildung in der Tischlerei.
Mit Fleiß, Talent und Begeisterung bestand er 2024 erfolgreich seine Gesellenprüfung – und ist seither als fester Teil des Teams tätig.
Damit war auch der Startschuss gefallen, Wissen und Erfahrung als Ausbildungsbetrieb weiterzugeben – und das Handwerk lebendig in die nächste Generation zu tragen.
Sein Engagement für den Nachwuchs endet jedoch nicht an der eigenen Werkbank:Über den eigenen Betrieb hinaus engagiert er sich seit Jahren in der Tischler-Innung Teltow-Fläming – als stellvertretender Obermeister im Vorstand. Dort vertritt er die Interessen der Tischlerbetriebe, begleitet Ausbildungs- und Prüfungsprozesse und setzt sich für eine starke fachliche Weiterbildung ein. Ein Einsatz, der das Handwerk in der Region nachhaltig stärkt und Traditionen lebendig hält.


MIT LEIDENSCHAFT DURCH ALLE ZEITEN
Rückblickend zeigt sich: Die Entscheidung, den eigenen Weg zu gehen, hat sich bewährt.
Trotz der Herausforderungen – vom bürokratischen Aufwand bis hin zu wirtschaftlichen Belastungen – blieb die Freude am Handwerk, an der Selbstständigkeit und am Unternehmertum immer größer.
“Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Frau, die von Anfang an eine tragende Stütze war und ohne deren Unterstützung vieles nicht möglich gewesen wäre.”
DIE GESCHICHTE GEHT WEITER
Heute blickt die Tischlerei auf eine lange Tradition, auf Herausforderungen und Erfolge – und mit Zuversicht in die Zukunft.
Was mit einem alten Stellmacher, einem kleinen Jungen und einer Faszination für Holz begann, wurde zu einem Meisterbetrieb, der heute auf viele Jahre handwerklicher Erfahrung, Herzblut und stetiges Wachstum zurückblickt.
Die Weichen sind gestellt, die Leidenschaft bleibt: für gutes Handwerk, für echte Werte und für die Menschen, die es zu schätzen wissen.

DIE WURZELN DES ERFOLGS - UNSER TEAM
Heute umfasst der Betrieb neun engagierte Mitarbeiter, die ihre Fähigkeiten und Talente einbringen und gemeinsam daran arbeiten, die Wünsche der Kunden Was von Anfang an galt, ist geblieben: eine unkomplizierte, spontane und sorgfältige Arbeitsweise, die Vertrauen schafft und Verlässlichkeit garantiert.
“Es sind die Menschen hinter den Arbeiten, die das Unternehmen zu dem machen, was es heute ist. Und darauf bin ich stolz – stolz auf jedes einzelne Mitglied, das nicht nur das Handwerk lebt, sondern es mit Leidenschaft und Herzblut weiterträgt.”



